Rollenverständnis entwickeln: Als Führungskraft bist Du Trainer:in, nicht Spieler:in

Aktualisiert: 20. Juni

Niemand wird als Führungskraft geboren. Jede:r wächst in und an dieser Rolle. Daher ist es ganz natürlich, dass es Zeit braucht, um seinen Führungsstyle zu verstehen und seine Führungsfähigkeiten zu erweitern. Für viele bedeutet dies aber einen Rollenwechsel und die Umstellung: Vom Mitarbeitenden zur Führungskraft. Denn die meisten wechseln von der operativen Arbeit in die Teamführung. Dabei werden die wenigsten für diesen Rollenwechsel geschult oder vorbereitet. So fällt es einigen Führungskräften schwer klar zu entscheiden, welche Aufgaben sie weiterhin übernehmen und welche sie nicht mehr tun. Gib dir etwas Zeit für diesen Veränderungsprozess, denn: Die Fähigkeiten und Verantwortungsbereiche, die Dich von der Operative in die Führung gebracht haben sind nicht die selben, die dich hier halten oder weiter aufsteigen lassen.


Fußballfeld mit der Aufschrift: "Als Führungskraft bist Du Trainer:in, nicht Spieler:in". Blogpost über Coaching mit Coco Decrouppé

In dieser Blogbeitrag spreche ich darüber warum es wichtig ist als Führungskraft die Rolle des Trainers bzw. Coachs anzunehmen. Außerdem gebe ich dir hilfreiche Werkzeuge wie einen kostenfreien Steckbrief! Denn um die oben beschriebene Umstellung geht es auch in vielen meiner Coachings, aber auch meinen Team Trainings. Für mich ist es wichtig Führungskräfte darin zu unterstützen, ihre Rolle und Verantwortungsbereiche klar zu definieren. Wer mein Soccer Field Model kennt weiß, dass ich hierfür gerne den Fußball als Beispiel und Metapher nutze.


Metapher: Du bist Trainer:IN


Stell Dir ein Fußballspiel vor. Auf dem Spielfeld stehen die 11 Fußballspieler:innen des einen Fußballteams. An der Außenlinie steht der/die Trainer:in. Wenn man dieses Fußballspiel sieht, weiß man sofort dass Trainer und Spieler zusammengehören. Sie sind ein Team. Aber ihre Position auf dem Spielfeld zeigt auch einen Unterschied: Die einen spielen Fußball und versuchen Tore zu schießen, die andere Person managet und unterstützt sie und gibt ihnen eine Strategie und Richtung vor. Genauso wie beim Fußball ist es auch bei Führungskräften in Unternehmen. Führungskräfte stehen zum Großteil an der Außenlinie und managen ihr Team. Das heißt nicht, dass Sie nie aufs Spielfeld dürfen. Natürlich gibt es Situationen in denen auch Führungskräfte zum Teil beide Rollen einnehmen sollen und müssen. Trotzdem, es ist wichtig dass Du in diesem Fall diese Trainerperspektive verstärkst und Dir bewusst bist, wer Du in welcher Situation bist. Entscheide dann für Dich: "Jetzt bin ich Spieler:in" oder "Hier bin ich Trainer:in".


Trotzdem: Es gibt einen Unterschied zwischen Trainer:in und Spieler:innen. Ihre Rolle und Verantwortungen sind anders. Daher spreche ich im folgenden um 2 wichtige Punkte, die Du Durch die Metapher als Führungskraft für Dich mitnehmen kannst:

  1. Entwickele Dein Rollenverständnis

  2. Sei bestärkend für Dein Team


Entwickele Dein Rollenverständnis


Mit meiner Fußballmetapher möchte ich verdeutlichen wie wichtig es ist als Führungskraft ein klares Rollenverständnis zu entwickeln. Bei der Umstellung von Mitarbeitenden zur Führungskraft versuchen einige dann 2 Rollen gleichzeitig zu meistern. Einerseits sind sie nun Trainer:in und andererseits trotzdem immer noch Spieler:in. Das heißt: Diese Person läuft manchmal doch noch aufs Feld und versucht die Tore selbst zu schießen.


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